Wer vertraut, hat Zukunft, wer vertraut steht fest, weil der Herr des Lebens ihn nicht fallen lässt. Lass dich nicht entmutigen, Jesus steht dir bei. Er macht deine Zukunft hell. Jesus ist dein Licht!
Montag, 2. Februar 2009
Freitag, 30. Januar 2009
Spuren am Weg
Es war einmal ein Vater, der zwei Söhne hatte. Je älter und gebrechlicher er wurde, desto mehr dachte er über sein Leben nach. Und manchmal kamen ihm Zweifel, ob er seinen Söhnen wohl das Wichtigste für ihr Leben weitergegeben hatte.
Weil ihm diese Frage nicht losließ, beschloss der Vater seine Söhne mit einem besonderen Auftrag auf eine reise zu schicken. Er ließ sie zu sich kommen und sagte: "Ich bin alt und gebrechlich geworden. Meine Spuren und Zeichen werden verblassen. Nun möchte ich, dass ihr in die Welt hinaus geht und dort eure ganz persönlichen Spuren und Zeichen hinterlasst."
Die Söhne taten, wie ihnen geheißen und zogen in die Welt.
Der Ältere begann sogleich eifrig damit, Grasbüschel zusammenzubinden, Zeichen in Bäume zu schnitzen, Äste zu knicken und Löcher zu graben, um seinen Weg zu kennzeichnen.
Der jüngere Sohn jedoch sprach mit den Leuten, denen er begegnete, er ging in die Dörfer und feierte, tanzte und spielte mit den Bewohnern.
Da wurde der ältere Sohn zornig und dachte bei sich: "Ich arbeite die ganze Zeit und hinterlasse meine Zeichen, mein Bruder aber tut nichts."
Nach einiger Zeit kehrten sie zum Vater zurück.
der nahm dann gemeinsam mit seinen Söhnen seine letzte beschwerliche Reise auf sich, um ihre Zeichen zu sehen.
Sie kamen zu den gebundenen Grasbüscheln. Der Wind hatte sie verweht und sie waren kaum noch zu erkennen. Die gekennzeichneten Bäume waren gefällt worden und die Löcher, die der ältere der beiden Söhne gegraben hatte, waren fast alle bereits wieder zugeschüttet.
Aber wo immer sie auf ihrer Reise hinkamen, liefen Kinder und Erwachsene auf der jüngeren Sohn zu und freuten sich, dass sie ihn wiedersahen und luden ihn zum Essen und zum Feiern ein.
Am Ende der Reise sagte der Vater zu seinen Söhnen: "Ihr habt beide versucht, meinen Auftrag, Zeichen zu setzen und Spuren zu hinterlassen, zu erfüllen. Du, mein älterer hast viel geleistet und gearbeitet, aber deine Zeichen sind verblichen. Du, mein jüngerer, hast Zeichen und Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen. Diese bleiben und leben weiter."
Herbert Stiegler
nach einem afrikanischen Märchen, leicht umgeschrieben
aus Zeit zu leben
Weil ihm diese Frage nicht losließ, beschloss der Vater seine Söhne mit einem besonderen Auftrag auf eine reise zu schicken. Er ließ sie zu sich kommen und sagte: "Ich bin alt und gebrechlich geworden. Meine Spuren und Zeichen werden verblassen. Nun möchte ich, dass ihr in die Welt hinaus geht und dort eure ganz persönlichen Spuren und Zeichen hinterlasst."
Die Söhne taten, wie ihnen geheißen und zogen in die Welt.
Der Ältere begann sogleich eifrig damit, Grasbüschel zusammenzubinden, Zeichen in Bäume zu schnitzen, Äste zu knicken und Löcher zu graben, um seinen Weg zu kennzeichnen.
Der jüngere Sohn jedoch sprach mit den Leuten, denen er begegnete, er ging in die Dörfer und feierte, tanzte und spielte mit den Bewohnern.
Da wurde der ältere Sohn zornig und dachte bei sich: "Ich arbeite die ganze Zeit und hinterlasse meine Zeichen, mein Bruder aber tut nichts."
Nach einiger Zeit kehrten sie zum Vater zurück.
der nahm dann gemeinsam mit seinen Söhnen seine letzte beschwerliche Reise auf sich, um ihre Zeichen zu sehen.
Sie kamen zu den gebundenen Grasbüscheln. Der Wind hatte sie verweht und sie waren kaum noch zu erkennen. Die gekennzeichneten Bäume waren gefällt worden und die Löcher, die der ältere der beiden Söhne gegraben hatte, waren fast alle bereits wieder zugeschüttet.
Aber wo immer sie auf ihrer Reise hinkamen, liefen Kinder und Erwachsene auf der jüngeren Sohn zu und freuten sich, dass sie ihn wiedersahen und luden ihn zum Essen und zum Feiern ein.
Am Ende der Reise sagte der Vater zu seinen Söhnen: "Ihr habt beide versucht, meinen Auftrag, Zeichen zu setzen und Spuren zu hinterlassen, zu erfüllen. Du, mein älterer hast viel geleistet und gearbeitet, aber deine Zeichen sind verblichen. Du, mein jüngerer, hast Zeichen und Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen. Diese bleiben und leben weiter."
Herbert Stiegler
nach einem afrikanischen Märchen, leicht umgeschrieben
aus Zeit zu leben
Mittwoch, 28. Januar 2009
Losung und Lehrtext von Heute, Mittwoch, 28.01.2009

Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht sehen wir das Licht.
Psalm 36,10
Christus spricht: Wer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.
Johannes 4,14
Du öffnest, Herr, die Türen,
lädst uns zur Kirche ein,
willst uns zur Quelle führen,
zum Wasser frisch und rein.
Aus deinen Quellen leben
lehr uns, du guter Hirt.
Du hast dein Wort gegeben,
dass uns nicht mangeln wird.
Friedrich Hofmann
Montag, 26. Januar 2009
Mittwoch, 21. Januar 2009
Gebet eines Juden für die Kinder von Gaza
Von Bradley Burston
Am Sonntag, 18.01.09 wurde im WDR 5 dieses Gebet verlesen. Es hat mich sehr bewegt, ich habe es mitgebetet. Hat Gott es gehört? Im Laufe des Tages hörte ich im Radio, dass die Waffen im Gaza vorerst schweigen.
Wenn es jemals eine Zeit zum Gebet gegeben hat, dann ist es jetzt.
Wenn es jemals einen vergessenen Ort gegeben hat, dann ist es Gaza.
Herr, Schöpfer aller Menschenkinder,
erhöre unser Gebet an diesem verfluchten Tag.
Gott, den wir den Gesegneten nennen,
wende Dein Antlitz ihnen zu, den Kindern von Gaza,
dass sie deinen Segen erfahren und Schutz.
Dort, wo jetzt nur Dunkelheit und Rauch herrscht,
und eine Kälte, die in die Haut schneidet.
Allmächtiger, der du Ausnahmen machst, die wir Wunder nennen:
Mache auch eine Ausnahme mit den Kindern von Gaza.
Bewahre sie vor uns und vor den ihrigen.
Verschone sie. Heile sie. Lass sie in Sicherheit leben.
Erlöse sie von Hunger und Grauen, von Wut und Trauer.
Erlöse sie von uns und von den ihrigen.
Gib ihnen ihre gestohlene Kindheit zurück,
ihr Geburtsrecht -
als einen Vorgeschmack auf den Himmel.
Erinnere uns, o Herr, an das Kind Ismael,
den Vater aller Kinder von Gaza.
Wie das Kind Ismael ohne Wasser in der4 Wüste bei Beerscheba
zum Sterben zurückgelassen war.
Aller Hoffnungen beraubt,
dass seine eigene Mutter es nicht ertragen konnte,
sein Leben vergehen zu sehen.
Sei der Herr, der Gott unseres Verwandten Ismael,
der seinen Schrei hörte und seinen Engel schickte,
die Mutter Hagar zu trösten.
Sei der Herr, der an dem Tag bei Ismael war,
und an allen Tagen danach.
Sei der Gott, der Barmherzige, der Hagar die Augen auftat,
und ihr den Brunnen zeigte,
damit sie ihrem Jugen zu trinken gebe und sein Leben rette.
Allah, den wir Elohim nennen,
der Leben schenkt,
der den Wert und die Zerbrechlichkeit eines jeden Lebens kennt,
schicke diesen Kindern deine Engel.
Rette sie, die Kinder von Gaza,
der schönsten und zugleich verdammten Stadt.
In diesen Tagen rufen wir Dich an.
In Tagen,
in denen die Erschütterung, der Zorn und die Trauer,
die Krieg genannt werden,
unsere Herzen ergriffen und mit Narben bedeckt haben.
Rufen wir Dich an, den Gott, dessen Name Frieden ist:
Segne diese Kinder und halte Schaden von ihnen fern.
Wende ihnen dein Antlitz zu, o Herr.
Zeige ihnen, als wäre es das erste Mal,
Licht und Freundlichkeit und überwältigende Gnade.
Sieh auf zu ihnen, o Herr. Lass sie dein Gesicht schauen.
Und gewähre ihnen Frieden
- als wäre es das erste Mal.
Mit Dank an Rabbi Levi Weinmann-Kelman von Kol HaNeshama, Jerusalem
Aus: Haaretz
Übersetzung: Wolfgang Rössing / Berlin

Am Sonntag, 18.01.09 wurde im WDR 5 dieses Gebet verlesen. Es hat mich sehr bewegt, ich habe es mitgebetet. Hat Gott es gehört? Im Laufe des Tages hörte ich im Radio, dass die Waffen im Gaza vorerst schweigen.
Wenn es jemals eine Zeit zum Gebet gegeben hat, dann ist es jetzt.
Wenn es jemals einen vergessenen Ort gegeben hat, dann ist es Gaza.
Herr, Schöpfer aller Menschenkinder,
erhöre unser Gebet an diesem verfluchten Tag.
Gott, den wir den Gesegneten nennen,
wende Dein Antlitz ihnen zu, den Kindern von Gaza,
dass sie deinen Segen erfahren und Schutz.
Dort, wo jetzt nur Dunkelheit und Rauch herrscht,
und eine Kälte, die in die Haut schneidet.
Allmächtiger, der du Ausnahmen machst, die wir Wunder nennen:
Mache auch eine Ausnahme mit den Kindern von Gaza.
Bewahre sie vor uns und vor den ihrigen.
Verschone sie. Heile sie. Lass sie in Sicherheit leben.
Erlöse sie von Hunger und Grauen, von Wut und Trauer.
Erlöse sie von uns und von den ihrigen.
Gib ihnen ihre gestohlene Kindheit zurück,
ihr Geburtsrecht -
als einen Vorgeschmack auf den Himmel.
Erinnere uns, o Herr, an das Kind Ismael,
den Vater aller Kinder von Gaza.
Wie das Kind Ismael ohne Wasser in der4 Wüste bei Beerscheba
zum Sterben zurückgelassen war.
Aller Hoffnungen beraubt,
dass seine eigene Mutter es nicht ertragen konnte,
sein Leben vergehen zu sehen.
Sei der Herr, der Gott unseres Verwandten Ismael,
der seinen Schrei hörte und seinen Engel schickte,
die Mutter Hagar zu trösten.
Sei der Herr, der an dem Tag bei Ismael war,
und an allen Tagen danach.
Sei der Gott, der Barmherzige, der Hagar die Augen auftat,
und ihr den Brunnen zeigte,
damit sie ihrem Jugen zu trinken gebe und sein Leben rette.
Allah, den wir Elohim nennen,
der Leben schenkt,
der den Wert und die Zerbrechlichkeit eines jeden Lebens kennt,
schicke diesen Kindern deine Engel.
Rette sie, die Kinder von Gaza,
der schönsten und zugleich verdammten Stadt.
In diesen Tagen rufen wir Dich an.
In Tagen,
in denen die Erschütterung, der Zorn und die Trauer,
die Krieg genannt werden,
unsere Herzen ergriffen und mit Narben bedeckt haben.
Rufen wir Dich an, den Gott, dessen Name Frieden ist:
Segne diese Kinder und halte Schaden von ihnen fern.
Wende ihnen dein Antlitz zu, o Herr.
Zeige ihnen, als wäre es das erste Mal,
Licht und Freundlichkeit und überwältigende Gnade.
Sieh auf zu ihnen, o Herr. Lass sie dein Gesicht schauen.
Und gewähre ihnen Frieden
- als wäre es das erste Mal.
Mit Dank an Rabbi Levi Weinmann-Kelman von Kol HaNeshama, Jerusalem
Aus: Haaretz
Übersetzung: Wolfgang Rössing / Berlin

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