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Mittwoch, 10. Juli 2013

Sonntag auf dem Berg




Dann Sonnenschein pur
 


auf geht´s
 

 auf dem Panorama-Weg am Walmerdingerhorn


























 Schöne Aussicht und Berge ringsherum



 Es geht schon wieder abwärts





Bereits unten angekommen






Mein Oberstdorf

Ankunft





 

Hyghllight in Tabor












Donnerstag, 13. Juni 2013

Straßenfest










Die ganze Straße war voller Menschen






Buntes Treiben

Kaffe-Tafel des Bürgervereins



Ein wunderschönes Straßenfest

Dienstag, 11. Juni 2013

Auf allen deinen Wegen ...

Der Herr hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.             Psalm 91,11

Du erfreust mein Herz

Du erfreust mein Herz



eine Aussage aus Psalm 4, Vers 8

Donnerstag, 6. Juni 2013

Apfelblüte

Die Apfelblüte,  die ich so sehr liebe, ist nun auch wieder vorbei

Wunderschöne Hoffnungsträger




Die Bäume trugen im Mai wieder rosa


und der Flieder war in diesem Jahr auch wunderschönrift hinzufügen

Donnerstag, 28. März 2013

Dienstag, 26. März 2013

Jerusalem - Altstadt

Tagebuchauszug einer Israelreise
vom 10.09. bis 24.09.1996

Montag, 16.09.1996, 7. Tag

Ich habe keinen Sonnenstich! Quitschvergnügt stehe ich an diesem Morgen auf.   In Jerusalem werden es heute 26 Grad. Das kann ich gut vertragen. Es haben noch einige Mitreisende Durchfall bekommen und können heute nicht mitkommen. Mir geht es noch gut und ich bin so gespannt! Hannuch fährt uns zum Misttor - hier wurde früher jeglicher Abfall aus der Stadt gebracht. Nun wollen wir vier Stunden durch  die Altstadt laufen. Dani warnt uns: "Nehmen Sie nur mit, was Sie unbedingt brauchen. Hier in der Altstadt geschehen die größten Wunder." Also, mein Rucksach für 30,00 DM kommt mit, schon wegen der Wasserflasche usw., das große Geld trage ich sowieso am Leibe und teure Filmprojektoren trage ich nicht mit mir herum. Also, wir gehen durchs Misttor. Wir sehen eine große Baustelle vor uns. Ich hielt es für Ausgrabungsarbeiten, aber ich meine, dass es sich um Fußgängertunnel handeln muß, der ja unter dem Felsenplatz, den die Araber für heilig und unantastbar halten, verlaufen soll, und um den sich 14 Tage später nicht nur die Gemüter entbrenen, sondern aus dessen Anlaß viele Menschenleben zum Opfer fallen.
Heute ist alles friedlich. Wir amüsieren uns über "König David" , der plötzlich mit Krone und blauem Umhang auftaucht und seine Harfe auspackt, während Dani seinen Vortrag hält. Es handelt sich um einen australischen Journalisten, der seine Stunde erkannt hat. Während einzelne Gruppen vorübergehen, singt er "seine Psalmen". Nun erfährt er, dass wir aus Deutschland kommen und singt mit einer urkomischen Musik "Freude für Deutschland".
Unser erstes Ziel ist die Klagemauer. Dazu müssen wir an einen Scheck-Point vorbei, wo israelische Soldaten in unsere Taschen schauen. Dann stehen wir vor der Klagemauer. Zunächst berührt mich das Treiben nicht besonders. Dani erzählt wieder viel. Männer in unterschiedlichem Alter, auch Jungens in ihren schwarzen Jacken und Hüten, den Schläfenlocken und den Fransen, die vom Gebetsschal unter der Jacke hervorschauen, kommen und gehen. Als Dani mit seinem Vortag fertig ist, haben wir Zeit an der Absperrung noch an der Mauer zu verweilen. Es gibt eine Männer- und eine Frauenabteilung. Wir dürfen nur in die Frauenabteilung bis an die Mauer heran. Zunächst zieht es mich zur Männerabteilung, weil sich dort für mich faszinierendes abspielt. Männer im Gebetsschal verhüllt oder so, wie ich sie beschrieben habe, stehen direkt an der Mauer, die meisten halten die Tora in der Hand. Sie beten teilweise so intensiv, dass sie sich gleichmäßig hin- und her bewegen. Auch stecken sie Zettel in die Mauerspalten. Je länger ich beobachte, ja faszinierter bin ich. Wahrscheinlich werden heute die 13 jährigen Jungens in die Glaubensgemeinschaft aufgenommen. Ich sah einen Umzug singend an der Mauer vorbeiziehen bis zur Frauenabteilung, wo die kleinen Mädchen die Jungen mit Bonbons überschütteten und jubelten, ähnlich wie bei unseren Hochzeiten. An einer weiteren Stelle standen junge Männer mit ihren Käppchen und bunten Umhängen. Ob es sich um Priesterschulen handelte? Einer las oder sang aus der Tora vor und dann fielen die anderen Stimmen ein, meist im Wechsel. Einmal hielt ein junger Mann eine riesige ausgerollte Tora-Rolle einen Augenblick hoch, wobei ihm andere helfen mußten. Das war eine schöne Szene. Auch hatten einige diese schwarzen Kästchen vor der Stirn, Gebetsriemen am linken Arm, wo noch ein Kästchen in Höhe der Herzgegend befestigt ist. In diesem Kästchen befinden sich kleine Schriftstücke der Tora. An Stirn und linken Arm sind sie befestigt, das soll heißen, mit ganzem Verstand und ganzem Herzen zu beten.
Auch zur Frauenabteilung gehe ich noch. Besonders eine junge Frau fasziniert mich, die wie in Extase auf einem Stuhl sitzt, anscheinend aus der Tora betend. Die Augen fallen immer wieder zu, die Umwelt nimmt sie sicher nicht mehr wahr. Neben ihrem Stuhl stehen Rucksack und Gitarre. Vielleicht kommt sie auch von weither. Aber auch zwei junge moderne Frauen lesen gemeinsam aus der Tora. Das kommt mir schon realistischer vor.
Wir müssen weiter. Das Erlebnis an der Klagemauer wird mir lange nachgehen .......

Nun wollen wir zum Tempelberg (Felsenplatz), heiliges Gebiet, das die Araber in Jerusalem noch unter sich haben. Hier dürfen keine Ausgrabungen, keine Nachforschungen stattfinden. Zunächst wollen wir in die El Aqusa Moschee. Alle Taschen und Schuhe müssen daraußen bleiben. Sie darf, wie der Felsendom nur in Strümpfen betreten werden. Uns will das natürlich nicht einleuchten, dass die Stelle heilig sein soll aber sonst kommen wir nicht hinein. El Aqsa Moschee und der Felsendom sind wirklich wunderschöne Stätten! Die äußere Kuppel soll seit wenigen Jahren tatsächlich aus Gold sein, gestiftet von einem arabischen König. In diesen Stätten beten die Gläubigen, wobei sie sich bis auf den Fußboden verneigen. Zuvor haben sie ihre Füße in einem gut ausgebauten Fußwaschbecken gereinigt.
Wir verlassen den Tempelberg, während arabische Schulklassen, schön geordnet an uns vorübermarschieren. Die Schule befindet sich am Ende des Tempelberges.
Nun wollen wir  die Via Dolerosa, die heute noch als Kreuzweg Jesu gilt, entlanggehen. Wir kommen an alle Stellen, die als Kreuzwegstation bezeichnet werden. Katholische Pilgergruppen werden jeden Tag von Franziskanerpatres diesen Weg von der Kirche zur Geißelung bis zur Grabeskirche geleitet. Dabei möchte jeder einmal das Kreuz berührt haben. Heute berührt mich hier anderes, denn es ist ein reges Leben in diesen engen Gassen mit den vielen Basars. Da muß man schon sehen, dass man als Gruppe zusammenbleibt. Und da haben wir sie tatsächlich verloren, nur weil wir von einem Jungen, der auf der Straße ein Packen Karten, die es überall gibt, anbietet. Wir werden ihn nicht los, weil er schachert und schon ist die Gruppe weg. Niemand ist mehr zu sehen und dabei hatte Dani uns auch gewarnt, als Gruppe zusammen zu bleiben und auch keine Einkäufe zu machen. Und nun so was! An einer Kreuzung wissen wir wirklich nicht, sollen wir nach rechts oder links? Da sagt einer: Sisters da lang. Dann sehen wir Dani wartend an der nächsten Biegung stehen. Er sieht uns sehr ernst an und findet  das nicht fair. Ist es auch nicht. Nun ist auch Mittagspause und er führt uns durch das jüdische Viertel zu einem Lokal. Hier treffen wir ein deutsches Mädchen, das eigentlich in einem Kibuz lebt und hier arbeitet.
Wir waren auf dem Weg durch die Altstadt an manchen christlichen Stätten, die manche Stationen Jesu bezeugen sollen. Ich kann mich nicht mehr auf alle Kirchen besinnen. Ich hörte von einem Pastor, der meint, daß der Ort, wo heute die Grabeskirche steht, der Hügel Golgatha gewesen sein muß. Wir sehen wirklich alles als christliche Kultstellen an. Für mein Leben mit Jesus hat das alles keine Bedeutung. Zufällig gelangen wir um 12.00 Uhr zu einer evangelischen deutsch-arabischen Kirche, die Erlöser-Kirche, wo gerade eine Andacht beginnt. Es ist für mich wie ein Aufatmen. Eine junge Frau spielt ein Stück auf der Querflöte, ein junger Prediger hält eine Kurzandacht und wir singen gemeinsam ein Lied.

Nun müßte ich eigentlich derNachmittag des 16.09. beschreiben. Aber heute am 10.10., an dem ich meinen Reisebericht fortsetze, kann ich mich wirklich nicht darauf besinnen, wie der Verlauf in Wirklichkeit war. Ich nehme mal an, dass wir uns am Nachmittag die Modellstadt von Jerusalem zur Zeit Herodes des Großen angeschaut haben, die im Maßstab 1 : 50 nach Vorstellungen und Nachforschungen eines Professors nachgebildet ist. Wie wertvoll und interessant das alles gestaltet ist, kann man garnicht beschreiben, das muß man gesehen haben.
Am Nachmittag besuchen wir auch das Gartengrab. Es ist eigentlich ein privater englischer Garten, sehr schön gestaltet. Es soll ein Ort der Ruhe sein. Hier fand man ein Familiengrab. Die Leute, die diesen Garten verwalten und Führungen durchführen sind Baptisten. Sie sagen: "hier könnte der Herr gelegen haben, aber ER ist nicht hier, ER lebt" Das steht auch in englisch an der Tür, die am Gartengrab angebracht ist. Der Holländerin, die uns führte, spürte man von ihrer ganzen fröhlichen Art ab, dass sie wiedergeborene Christin ist. Hier am Gartengrab haben wir das heilige Abendmahl im Freien gefeiert.
Am Schluß dieses Nachmittags gingen wir in einer Bäckerei noch leckeres Brot kaufen und an der Straße herrliches Obst, unsere Mittagsration für den nächsten Tag. Abends konnte ich noch gut in unserem arabischen Hotel essen. Bis jetzt fehlte mir noch nichts und an die Umstände kann man sich gewöhnen. Allerdings muß es nicht so ganz mit unseren Handtüchern gestimmt haben. Irgendjemand muß sie vor uns schon einmal benutzt haben ......

Donnerstag, 24. Januar 2013

Jerusalem - Massada - Totes Meer - Qumram - Jericho

Tagebuch-Auszug einer Israel Reise

10.09. - 24.09.1996

Sonntag, 15.09.1996, 6. Tag

Schon am frühen morgen geht es los, denn wir fahren in eine heiße Gegend, durch die judäische Wüste nach Massada, zum Toten Meer, Qumram und Jericho. Als wir durch die Wüste fahren, sehen wir viele Beduinenzele. Dani erzählt einiges überdas Leben derBeduinen. Es ist ein Nomadenvolk, dass immer nah mit seinem Vieh durch die Wüste zieht, ohne festen Wohnsitz. Nur einige Stämme bleibenschon mal an einem Platz, dann werden die Frauen und Kinder mit dem Vieh losgeschickt um etwas Weidefläche zu finden. Die Kinder werden nicht in die Schule geschickt.  Der Beduine darf sich bis zu vier Frauen "kaufen", meist für ein Kamel oder so. Wenn die erste Frau nicht mehr so stark und schön ist, auch schon genug Kinder bekommen hat, kauft er eine neue usw. Das Leben dieser Frauen stelle ich mir nicht einfach vor. Dani erzählte, dass er ein Theaterstück gesehen hat, das über das Leben der Beduinen erzählte. Eine Frau, die neun Monate m Beduinenzelt lebte, hatte dieses Stück inziniert und wohl manches mitbekommen. Dani sagte, er habe von Anfang bis Ende des Stückes nur geweint. So kann man sich vorstellen, wie schrecklich es sein muss.
Wir sahen am Straßenrand Esel, auch mal ein Kamel und weiterweg eine Bergziegenherde. 
Nun geht die Fahrt am Salzmeer entlang nach Massada. An dem gewaltigen Felsklotz, der 434 m über das Niveau des Toten Meeres aufsteigt, steigen wir aus. Eine Seilbahn, in der wir wie Heringe stehen, bringt uns auf die Festung. Es ist noch nicht 10.00 Uhr und die Sonne scheint unerbärmlich. Unsere weißen Tücher, die wir uns wegen der Sonne genäht haben, finden weithin Gebrauch. So, und mit einer Flsche Wasser ausgerüstet bestürmen wir die Festung. Ausgrabungen weisen Badezimmer, Sauna, Vorratsräume, Empfangszimmer auf. (lt. Erklärungen unseres Gaids...) Auf Massada konnten sich 73 nach Chr. Geburt die Zeloten noch 3 Jahre nach dem Fall Jerusalems gegen die Römer halten. Etwa 1000 Männer, Frauen und Kinder lebten hier noch, als die Italiener die Festung einnehmen wollten. Die Juden wollten  nicht freiwillig in die Hände der Feinde fallen. So beschlossen sie,  freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Das älteste männliche Familienmitglied tötete alle Angehörigen und das Los entschied, welcher der Männer diese grausige Tat fortsetzen sollte, bis nur noch einer übrig blieb, der sich selbst tötete. Eine Frau soll das Massacker überlebt haben. Als die Italiener die Festung einnahmen, fanden sie nur Leichen. Heute gilt die Festung  als Symbol Israels für Recht und Freiheit zu sterben. Die israelischen Soldaten werden hier (oder an der Klagemauer) vereidigt. Aber sie müssen zu Fuß hochsteigen.
Nun Badefreuden im Toten Meer. Das kann man sich ja gar nicht vorstellen. Das Wasser hat so hohen Salzgehalt, dass man nicht untergehen kann. Ich lege mich auf den Rücken und werde getragen. Aber lange halte ich es nicht aus, weil mir der Rücken und die Bauchmuskeln wehtun. Dann finde ich einen Trick. Ich umfasse meine Knie mit den Händen und so schaukele ich nun sicher mit geschlossenen Augen auf dem Salzmeer und lasse mich von der Sonne bescheinen. Es ist ziemlich heiß. Dann ist Mittagspause in einem klimatisierten Restaurant am Toten Meer. Hier ist es sehr voll und ich sitze mit einer Gruppe aus Amerika an einem Tisch. Leider können wir uns nicht verständigen. Am Meer und in der Umziehkabine hörten wir immer wieder deutsche Töne.
Die Fahrt geht weiter nach Quumram. Als wir aussteigen, merke ich, dass es nicht mehr ganz richtig ist mit mir. Ich gehe noch ein Stück mit und höhre mir den ersten Vortrag an. Dani meint,  jetzt haben wir 38 Grad. Mir wird schlecht. Ich versuche mich zum Bus zu retten, der ist nicht auf. Aber ein schöner gekühlter Andenkenladen ist auf. Ich sehe zwar kaum noch was und finde auch keinen Stuhl. Aber draußen halte ich es nicht mehr aus. Sicher wären die Ausgrabungen in Qqumram, wo Hirtenjungen in einer Höhle alte Schriftrollen (aus dem Buch Jesaja) fanden, die jetzt im Schrein der Bücher in Jerusalem aufbewahrt werden, interessant. Auch in Jericho kann ich nicht aus dem Bus steigen. Ich erfreue mich am Anblick zweier Araber mit ihren Kamelen, die uns gleich nachgelaufen kamen, als sie unseren Bus sahen und an dem wunderschönem Obststand. Jemand besteigt eines der Kamele und wird damit einmal über den Platz geführt. Der dicke Araber nimmt eine Dame in den Arm und der Dünne betatscht sie, vielleicht will er sie kaufen, weil sie so mollig ist.
Als wir abends in unser "wundervolles" Hotel kommen, bin ich froh, dass  ein Bett für mich bereit steht. Ich komme kaum noch mit dem Kopf hoch und kann nicht zum Abendessen gehen. Überhaupt ... wenn ich an das Fleisch denke ...  Die Oberin besucht mich ganz besorgt - Faziet: Du wirst doch keinen Sonnenstich haben?

Mittwoch, 16. Januar 2013

Jüdisch Neujahr - Tiberias - Acco - Haifa und endlich Jerusalem

Israel-Reise vom 10.09. bis 24.09.1996

Samstag, 14.09.1996, 5. Tag   Neujahr

Heute morgen begrüßen wir uns nicht nur mit Shalom oder bogatov /Guten Tag), sondern auch mit schana to wa Ein gutes neues Jahr! Im Bus stimmt Hannuch das Lied an: Shalom, chaverim. le hi traod. Auf Wiedersehen Tiberias! Ja, es war schön am See Genezareth. Außerdem wären die heißen Thermalquellen in Tiberias genial für mich.
In Acco treffen wir Dani wieder. Seine Frau hat ihn von Haifa gebracht. Nach 7 Stunden Schlaf ist er nun wieder fitt, meint er.
Ich hatte noch vergessen, dass wir in Tiberias in einer Edelsteinschleiferei waren. Die wertvollsten Edelsteine werden hierher nach Israel geflogen. Ein Zweig dieder großen Edelsteinschleifereien ist ja in Idar-Oberstein in Deutschland, wo ich auch schon mal war.
Nun sind wir also in Acco, einst größte Hafenstadt. Die Kreuzritter hatten hier großen Einfluß. Dani weiß viel weiterzugeben, aber leider faßt mein kleines Hirn das nicht alles. Dani führt uns wieder in eine abgelegene Straße. Der ganze Schmutz kommt uns entgegen. Arabische Männer sitzen in einer Art Gaststätte, die kaum eine Einrichtung hat und verbringen hier ihreZeit mit Kartenspielen und Tabakpfeife mit Wasserdampf rauchen. Ein kleines Mädchen mit einerdicken rotznase steht vor einer Blechbutze und schaut uns erstaunt an. In der Butze liegt wohl ihr Vater in Lumpen auf dem Kanape.
Nun sthen wir im Hafen und schauen auf das Mittelmeer. Malerische Flecken, Boote in verschiedensten Farben liegen am Kai, auch als wir noch die Prommenade und die Brücken abschreiten. Acco wurde von Haifa abgelöst. Lange Zeit fahren wir am Mittelmeer lang . Um 11,00 Uhr wollen wir in Haifa sein. Das klappt auch. Dort erwartet und die messianisch jüdische Gemeinde zum Gottesdienst. Es ist ja Neujahr und dazu Sabbat, der jüdische Sonntag. So feiern sie am Samstag Gottesdienst. Wir werden freundlich empfangen. Als der Gottesdienst beginnt, stehen wir alle wieder auf, gehen durch die Reihen und wünschen einander "Gnade und Friede!" Dann werden einige Psalmen gesprochen oder gesungen. Wir konnten teilweise mitsingen, weil der Text im Wortlaut per Tageslichtprojektor an die Wand gestrahlt wrrden. Die Psalmen lese ich teilweise aus der Bibel mit, weil der jeweilige Psalm vom Pastor angegeben wird. Dann wird erklärt, dassdie Gemeinde diesen Neujahrstag als Geburtstag der Welt und zur Huldigung des Schöpfers mitfeiert, dass er aber im biblischen Sinn keine Bedeutung für ns Christen hat. Dann kann nach unserem christlichen Heilsglauben nicht anerkannt werden, wenn nun nach dem Neujahrstag 10 Gebetstage folgen bis "Jom Kippur", dem Tag der Versöhnung. Das ist der Buß- und Fasttag. Nur bis zum Abend ist es dem Juden möglich, Gott mit Gebet zu versöhnen. Dann werden die "Tore bei Gott" geschlossen und ebenso das Buch des Lebens für das nächste Jahr (3. Mose 16). Wie gut, dass wir es bei Jesus viel, viel besser haben. Die Predigt hielt Schlomo ........., ein älterer Herr, der die Judenverfolgung in Polen erlebte und trotz spastischer Behinderung bis nach Israel kam. Ich weiß nicht genau, wie er Jesus kennenlernte, ich glaube durch ein neues Testament, dass er seinem Freund geklaut hatte - so erzählte jedenfalls seine Frau. Er lebt mit seiner Frau in Haifa. Dieser Gemeinde ist ein Altenheim angeschlossen, in dem betroffene Juden leben. Schlomo hat einige Bücher geschrieben und ich habe ihn auch in Deutschland erlebt. Seine Predigt teilweise über Maria und Martha erstaunt mich. So hatte ich es noch nicht gehört. Martha stellt das Gesetz (AT) dar, wo man sie abmühen muss und Maria das NT. Das leuchtet ein. Der Gottesdienst dauert 2 Stunden. Hinterher erzählt und Schlomo etwas über die messianisch jüdische Gemeinde und wie schwer es ein Jude hat, wenn er Christ wird. In den meisten Fällen wird er aus der Familie ausgestoßen. So ist nicht bekannt, wieviel heimliche Christen es unter den Juden gibt, denen die Decke schon von den Augen genommen ist und die ihren Messias erkannt haben. Nun begreife ich, was Dani erwähnte, das viele russische Juden mit gefälschten Papieren einreisen. Vermutlich, weil sie Christen sind und nicht in Israel aufgenommen würden.
Die Fahrt geht weiter. Wir wollen ins Theater. In Cesäräa am Meer hat man unter dem Sand ein Amphitheater gefunden. Es wird restauriert nach Strich und Faden. Es ist nicht zu beschreiben. Dani meint, hier müssten wir unbedingt eine Theatervorstellung geben und bittet uns zu singen.  Nun sind wir ja kein Chor, aber wir versuchen unser Beste und erhalten Beifall.
Dani gewährt uns noch 10 Minuten bis zur Abfahrt zum Toilettenbesuch. Das ist bei jedem Halt das wichtigste Besuchsobjekt, denn wir müssen täglich mindestens 3 l trinken. bis die fast 30 Frauen verschwunden sind, reizt mich der Zaun, der den Zugang zum Strand verwehrt. Aber einen Blick kann man sicher erhaschen. Ja, es ist wunderschön das Mittelmeer. Der Zaun ist wegen der Ausgrabungen errichtet. Und das sind sicher die Archäologen, die da baden und schnorcheln.
Nun bringt es unser Dani aber doch nicht übers Herz. Hannuch muß uns aus dem Bus lassen und wir dürfen einmal mit den Füßen ins Mittelmeer. Großes Aufsehen, als die Schar in Tracht und nackten Füßen auftaucht!
Dann eine lange Fahrt nach Jerusalem - da liegt sie, die Stadt auf dem Berge. Ich weiß nicht  wie mir sein soll. Dani liest den 122. Psalm ver wir in die Stadt kommen: "Wünscht Jerusalem Glück!"
Wer ahnt es von uns, dass genau an den Stellen, an denen wir uns aufhalten werden, 14 Tage später große Unruhen mit über 100 Toten und vielen Verletzten sein werden?
Unser Hotel Rivoli, in dem wir bis Donnerstag wohnen werden, befindet sich im arabischen Viertel der Stadt, direkt an der Stadtmauer in der Nähe des Damaskus-Tores. Es ist auch ein arabisches Hotel. Auf der Straße toben sich die Hupen der Autos aus. Die Hand wird gar nichterst von der Hupe genommen. Gegenüber des Hotels ist eine Polizeistation. Im Hotel möchte ich am liebsten die Augen schließen. Es ist sehr muschelig. Als wir die Fenstervorhänge öffnen, trauen wir unseren Augen nicht. Durch schmutzige und trübe Fensterscheiben mit rostigem Eisenverschlag sehen wir direkt auf einen alten zerfallenen arabischen Friedhof, die Grabsteine direkt vor unserem Fenster. Halleluja! Nun will ich aber raus hier, wir wollen hinter die Stadtmauer und geraten in ein abgelegenes Gebiet mit engen schmutzigen Straßen mit vielen Kindern. Ein Araber, der Fremdenführer für eine christliche Reisegeselschaft in Deutschland ist und gut deutsch kann, sitzt auf einem Stuhl und erkennt unsere Unerfahrenheit. Er weist uns den Weg zur Via Dollerosa, Es dauert ein Weilchen bis wir dahin kommen. Selbst dort sind wir froh, als wir endlich wieder an "Tageslicht" gelangen. Diese Enge und diese Fülle von Menschen sind wir nicht gewohnt. Dann das Abendessen im Rivoli   .....  Was mag das für Fleisch sein ? Am nächsten morgen hat die erste und unser Chef Durchfall, der Chef sogar Fieber. Irgendwie  müssen wir in diesem Haus auch schlafen. Ich lege mich ins Bett und ich schlafe herrlich bis zum nächsten Morgen.

Junge komm bald wieder

Wer erinnert sich denn heute noch an Freddy Quinn?
Da wünschte sich doch heute jemand in der Plattenkiste im WDR 5 diesen Schlager von Freddy. Bei mir kam natürlich eine Geschichte aus längst vergangener Zeit in Erinnerung. Meinem Vater hatten wir beiden Töchter eine Schallplatte mit diesem Lied zum Geburtstag gekauft, weil meine Mutter den Freddy so gern mochte. Sie meinte, er hätte Ähnlichkeit mit ihrem Bruder Karl, der im Krieg in Rußland gefallen war. Nun saßen wir zu viert bei Tisch und die Schallplatte lief. Da sagte mein Vater, der mit 18 Jahren aus seiner Heimat Schlesien nach Niedersachsen ging, weil er dort Arbeit gefunden hatte: "Das hat meine Mutter zu mir gesagt, als ich abreiste." Nun saßen wir vier alle heulend am Tisch.
Auch heute trat eine kleine Träne in meine Augen...
Zukunft und Hoffnung

Wer vertraut, hat Zukunft, wer vertraut steht fest, weil der Herr des Lebens ihn nicht fallen lässt. Lass dich nicht entmutigen, Jesus steht dir bei. Er macht deine Zukunft hell. Jesus ist dein Licht!